Zwischen einfach und raffiniert: Marmeladen selbst zubereiten - Husch, husch ins Glas

Sie erinnern uns an liebevolle Mütter und Großmütter und konservieren den Sommer. Marmeladen gehören auf den Frühstückstisch und sind eine vielseitige Zutat. Sie eignen sich für so manches Backrezept, verfeinern Eis oder einen Pfannkuchen. Mutige Köche verwenden die Brotaufstriche auch bei herzhaften Fleischgerichten, die süße Note kommt aus dem Marmeladenglas. Gehen die Früchte eine intensive Beziehung zu Paprika, Ingwer, Peperoni und Pfeffer ein, ist ein Chutney das freudig-feurige Ergebnis. Marmelade ist die Erfindung einer sparsamen schottischen Kaufmannsfrau.
Sie wollte eine große Menge roh ungenießbarer Bitterorangen nicht wegwerfen und kochte sie mit viel Zucker ein. Für das Ergebnis erntete die pfiffige Schottin viel Lob und heute noch ist die Marmelade aus den bitteren Orangen die einzige, die im Englischen weiterhin auch so heißt und nicht wie jede andere "jam" genannt wird. Gewusst wie Die Früchte der Saison, etwas Gelierzucker und schon kann’s losgehen! Wer ein paar einfache Regeln beherzigt, wird ganz schnell zum Meister der süßen Kunst. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Was für Aschenputtel angesagt war, gilt für alles, was man haltbar machen möchte. Überreifes, angegammeltes Obst mit faulen Stellen kommt gnadenlos ins Kröpfchen.
Der Topf sollte stets sehr groß gewählt werden, denn die heiße Fruchtmasse spritzt. Die Einkochzeit beginnt erst, wenn alles sprudelt. Als Faustregel gilt: Ein Kilogramm Früchte braucht genauso viel Zucker. Handelsüblicher Gelierzucken, im Mischungsverhältnis 2:1 oder 3:1 verringert die Zuckermenge und die Kochdauer. Alle Hersteller haben auf der Packung exakte Anleitungen, die einfach umzusetzen sind. Beim Auswiegen muss das Obst natürlich schon fertig vorbereitet sein – also gewaschen, entstielt, geschält, entkernt – damit dann das Verhältnis exakt stimmt. Die Gläser werden mit kochendem Wasser gründlich gereinigt. Die Gefäße und die Deckel sollten griffbereit liegen, damit alles fix gehen kann, wenn die Marmelade fertig ist.
Für die Gelierprobe gibt man einen Teelöffel heiße Fruchtmasse auf eine Untertasse. Wird sie fest und es bildet sich umgehend ein dünnes Häutchen, dann nichts wie ab ins Glas. Die vorbereiteten Gläser randvoll füllen, denn zu viel Sauerstoff im Glas mindert die Haltbarkeit. Die verschlossenen Einkochgefäße sollten noch fünf Minuten auf den Deckel gestellt werden, damit sich kein Vakuum bildet. Tipps und Tricks Durch die Zugabe von Zitronen- oder Limettensaft werden süße Früchte noch aromatischer. Lecker sind kalt gerührte Marmeladen. Für diese Variante werden Früchte einfach mit Gelierzucker püriert. Sie sind wunderbar schmackhaft, die Vitamine bleiben erhalten, allerdings sind sie nur wenige Tage haltbar.
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