Was blüht denn da – mitten im Winter?

Was blüht denn da – mitten im Winter? Foto by Holger

Draußen ist es grau und trübe und selbst tagsüber klettern die Temperaturen kaum in den zweistelligen Plusbereich. Zwar haben wir in unseren Breitengraden aufgrund des gemäßigten Klimas in der Regel noch erträgliche Kältegrade, doch das feuchte und neblige Wetter schlägt so manch Einem auf das Gemüt. Dabei gibt es auch in der kalten Jahreszeit Lichtblicke in der Natur, Blüten- und Blätterfarbspiele für das Auge und die Nase. Die Winter- und Frühblüher erfreuen uns schon ab Dezember. Es gibt einige Gehölze, die Regen, Schnee und Kälte trotzen und uns in der tristen Zeit mit Duft und Farbe verwöhnen. Sinnvoll ist es, beim Pflanzen daran zu denken, einen gut einsehbaren Platz im Garten zu wählen. So ist es möglich, die Pflanzenpracht auch von innen zu genießen. Geschützte Standorte fördern eine frühe Blüte. Noch besser kommen sie beispielsweise vor einer hellen Hauswand zur Geltung. Besonders schön macht sich etwa die Zaubernuss als Solitärstrauch.

Sie hat eine haselnussähnliche Belaubung mit wunderschöner Herbstfärbung. Ihre Blüten sind reizvoll geformt, verströmen einen kräftigen, aber sehr angenehmen Duft. Farblich gibt es unterschiedliche Varianten von gelb über rot bis kupferfarben. Ganz bekannt ist der Winter-Jasmin mit seiner sattgelben Blüte, die an die Forsythien erinnert. Je nach Standort und Witterungsbedingungen fällt die Blütezeit unterschiedlich aus und kann von Dezember bis April reichen. Ebenfalls ungewöhnlich lange blüht der Duftschneeball und erfüllt zudem den winterlichen Garten mit einem starken, süßen Duft. Auch hier ist die Blütezeit abhängig vom Standort. Aus rosafarbenen Knospen entfalten sich kleine weiße Blütenbälle. Der Strauch wird zwei bis drei Meter hoch und sein Herbstlaub leuchtet dunkel-violett. Aber auch in der Natur begegnet uns im Winter ein blühendes Gehölz. Die Kornelkirsche ist ein Alleskönner und ökologisch wertvoll.

Das Hartriegelgewächs kommt mit unterschiedlichen Klimabedingungen aus. Die hübschen Blüten zeigen sich von Februar bis April. Nicht nur Haselmaus und Siebenschläfer lieben die scharlachroten Früchte, die dreimal so viel Vitamin C enthalten wie Zitronen. Sie lassen sich bestens verarbeiten zu Gelee, Saft oder Likör. Es gibt auch einige Züchtungen für den Garten, zum Beispiel die Japanische Kornelkirsche. Es gibt noch weitere Blühwunder in den kalten Monaten, die sich auch bestens für die Dekoration von Innenräumen eignen. Die Christrose macht sich gut in einer Vase und auch die Winterheide macht nicht nur draußen eine gute Figur. Eine weißblühende Erika in einem weißen Übertopf sieht edel aus. Für Anregungen lohnt sich der Besuch in einem Gartencenter allemal.

Was blüht denn da – mitten im Winter? Foto by Holger
Was blüht denn da – mitten im Winter? Foto by Anzenhofer
Was blüht denn da – mitten im Winter? Foto by Anzenhofer
Was blüht denn da – mitten im Winter? Foto by Broianigo
Was blüht denn da – mitten im Winter? Foto by Eckstein

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