Relax doch mal -Ostsee Wohlfühlparadiese- WELLNESS & MEER

Ostsee Wohlfühlparadiese

Der Wecker klingelt. Nein, nicht so ein nervtötendes schrilles Schellen. Dieser Wecker holt mit einem himmlischen Wellness-Naturklänge-Sound aus dem Schlaf. So sanft in den Tag gelockt, geht es Flugs in die Wellness-Socken mit Ihrem Super-Soft-Komfort. In der Küche wartet der  Wellness-Tee in den  Sorten ORANGE-INGWER, ALOE VERA ODER MANGO-VANILLE. WELLNESS-MUSIK, WELLNESS-KRÄUTER-BROT, WELLNESS-MARMELADE, WELLNESS-GESCHENKIDEEN, WELLNESS-KLEIDUNG … Welche Namen trugen die alltäglichen Dinge wohl, als Wellness noch nicht in aller Munde war? Kaum zu glauben, aber der Begriff „Wellness“ hat schon gute 350 Jahre auf dem wohlgeformten Leib. Die erste nachgewiesene Quelle aus dem Jahre 1654 ist ein Tagebucheintrag des schottischen Richters und antiroyalistischen Politikers Archibald Johnston, Lord Warriston (in manchen Quellen Wariston), der schrieb: „Ich … dankte Gott …für die Gesundheit meiner Tochter.“ Er verwendete dort das Wort wealnesse - im Oxford English Dictionary mit „gute Gesundheit“ übersetzt - als Antonym zu Illness (Krankheit). Wellness als knackiger Begriff für körperliches und emotionales Wohlbefinden begann seinen Siegeszug erst knapp dreihundert Jahre später, dann aber als ein Boom, der die gestressten Menschen zwischen New York und Tokio seelisch-geistiges Wohlbefinden (zurück)bringen sollte und noch immer soll. Dabei haben wir Menschen doch ganz unterschiedliche Vorstellungen von Wellness. Während der eine damit schlicht einfach mal Nichtstun verbindet, tauchen vor anderen die Bilder von duftenden Ingredienzien, grandiosen Spa-Tempeln, körperwarmem Thermalwasser, sanften Massagehänden und Ganzkörperpackungen aus Zutaten, die ansonsten als Dessert auf dem Teller landen, auf. Ja, schon das Wort Wellness löst ein gewisses Wohlbehagen aus. Viele Wellness-Hotels und Thermen bei uns im Land offerieren maßgeschneiderte Angebote für Paare, Singles, Mutter und Tochter, Freundinnen, Männerrunden. Für alle gilt: Zeit miteinander verbringen, gemeinsam einen Ort des Wohlfühlens genießen und abschalten, das tut Beziehungen immer gut. Und manchmal verändert sich dabei auch das Verhältnis zu sich selbst. Wenn Väter mit ihren Junioren ein paar Tage bei Sport und Wellness im Pool und auf dem Golfplatz verbringen, finden sie ganz nebenbei auch Nähe, die im Alltag viel zu oft selten ist. Paare überwinden bei den sinnlichen Arrangements zwischen Ganzkörper- Einölungen und gemeinsamem Relaxen Alltagsquerelen und werden sich wieder des Glücks der Gemeinsamkeit bewusst. Auch für Singles ist ein Wellness-Urlaub eine gute Idee: Im Pool, beim Walking, im Yoga-Kurs oder auf der Liege nach der Sauna kommt man schnell ins Gespräch. Ähnlich breit gefächert wie die Verwendung des Begriffs „Wellness“ ist auch das Arbeitsfeld der Branche. So sind in den letzten Jahren neue Berufe, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf diesem Gebiet entstanden. Es gibt den Wellness-Trainer, -Berater, -Manager, -Therapeuten. Aber auch bereits etablierte Berufsbilder wie Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Masseure, Fitness-Trainer, Ernährungs- und Gesundheitsberater arbeiten in diesem Bereich, der inzwischen 1,2 Millionen Menschen beschäftigt. Gerade die fachlich fundierte hochwertige Ausbildung – regelmäßige Weiterbildung inklusive – ist ein wichtiges Qualitätskriterium für die jeweilige Anwendung oder das Hotel. Auch die virtuelle Welt hat Wellness mittlerweile erreicht (oder sollte man besser sagen überschwemmt?). Tausende Apps rund um das entspannende Thema schwirren durch den iPhone-Globus. Dabei ist es manchmal der schönste Luxus und die pure Entspannung, dass Handy einfach mal auszuschalten. Ruhe, durchatmen, loslassen – so fängt alle Wellness an. Und deren Spielarten sind gerade bei uns an der Ostsee unglaublich vielseitig. Besonders hier lassen sich viele Wellness-Varianten aus erster Hand genießen. Wie die jahrhundertealte Thalasso-Therapie beispielsweise, die ganz auf Algen, Schlamm und die Nutzung der Heilkraft des Meeres (griechisch: thalassa) setzt. Hierbei können Damen wie Herren mit der Hilfe von Spurenelementen, Vitaminen, Proteinen und Mineralstoffen ihr Immunsystem stärken und dabei eine schöne Haut und ein strahlendes Aussehen erwerben. Aber auch orientalische und exotische Varianten sind mehr und mehr gefragt. So die klassische Hamam-Zeremonie, ein verwöhnendes Reinigungs- und Massagezeremoniell, bei dem der Körper durch Übergießen mit warmem Wasser langsam erwärmt und entspannt. Ein sanftes Peeling mit Seifenschaum macht die Haut streichelzart und die anschließende Massage lässt Zweibeiner schnurren. Besonders beliebt ist auch die Ayurveda („Wissen vom Leben“)-Behandlung, die auf einer der ältesten Heilkünste der Welt beruht. Sie verspricht vollkommene Tiefenentspannung und Entschlackung sowie das Gefühl umfassender Geborgenheit. Dabei wird der Körper mit warmen, duftenden Ölen begossen und mit speziellen indischen Massagetechniken stimuliert. Besonders genüssliche Entspannungsmomente werden der berühmten vierhändigen Synchronmassage nachgesagt. Auch Lomi Lomi Nui, die traditionelle hawaiianische oder die Pantai Luar-Massage, bei der mit einem duftenden Fruchtstempel durchgeknetet wird, oder die Bernstein- und Hot-Stone Variationen versprechen ungeahnte Wonnen. Doch damit nicht genug. Der Erfolg der Wellness- Welle hat noch viel mehr hervorgebracht. Da gibt es so phantasievolle Angebote wie „Sultans Zauber“ mit einer Rasul-Aromaöl-Ganzkörpermassage als Stressausgleich oder eine „Schottische Massage“, bei der mineralhaltiges Meersalz und feinste Öle die Haut reinigen und sie mit wertvollen Nährstoffen pflegen. Bei den Bädern punkten neben dem guten alten Moorbad, das rheumatische Beschwerden lindert, das "Kleopatrabad", welches mit Milch und Honig verwöhnt, das Bad in Rügener Heilkreide mit heilender Wirkung für entzündliche Erkrankungen an Sehnen, Muskeln und Gelenken, das hautstraffende „Thalasso Algenbad“, Honig und Quark, die schon bei Pfarrer Kneipp zum Einsatz kamen sowie Bäder mit besonders pflegenden Ingredienzien. Da wären das Nachtkerzenöl, dessen hautverjüngende Wirkung bereits den alten Indianerkulturen Nordamerikas bekannt war oder Rosenblüten, auf deren Schönheitssteigerung Griechinnen ebenso wie Römerinnen und französische Luxusgeschöpfe schworen. Ganz im Trend ist der Besuch einer Salzgrotte. Hier darf man sich bei lauschigem Licht und Entspannungsmusik faul auf einem bequemen Liegestuhl lümmeln während das Salz seine wohltuende Wirkung auf Haut und Atemwege entfaltet. Salz spielt auch im „Floatarium" die Hauptrolle. Hierbei schwebt man in einem Tank in warmer Sole, die den Körper völlig entlastet und Entspannung pur bietet. Man erlebt das einzigartige Gefühl dem Alltag für kurze Zeit. komplett zu entschweben. Sole selbst gilt ja seit ewigen Zeiten als umfassendes Wundermittel bei Hauterkrankungen, Allergien, Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Nieren- und Harnblasenerkrankungen, „nervösen Störungen“, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen. Auch bei den Saunen hat sich nahezu Weltbewegendes getan. Schluss mit den dunklen Höhlen mit engen Holzpritschen und dem Drängelfaktor von einst. Heute gibt es Erlebnissaunen – Hoch und Niedertemperatursauna, Bergkristall-Saunarium, Panorama- oder Außensauna, Blütendampfbad, ja ganze „Saunadörfer“ mit einer Erdhügel-Sauna, in der bei 100 Grad geschwitzt werden kann, Eisbrunnen, Spa-Holzzuber auf dem Badedach, das allgegenwärtige Nachtsauna-Angebot mit Kuschelkamin vor dem es sich nach dem Saunieren bei frisch zubereiteten Cocktails und einem knackigen Salat entspannen lässt sowie einem Ruheund Schlafbereich. Ganz ehrlich: Wer mag da noch nach Hause gehen? Gönnen Sie sich einen Auszeit vom stressigen Alltag - gute Erholung!

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