Jetzt erleben Sie Ihr blaues Wunder !

Hochsaison für vier Schwestern: Pflaumen, Zwetschgen, Renekloden und Mirabellen - Schon im Altertum wuchsen Zwetschgen und Pflaumen als enge Verwandte in Asien. Die "Urpflaume" stand einst irgendwo zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer. Gegen 150 v.u.Z. begannen die Römer das köstliche Steinobst im Mittelmeerraum zu kultivieren. Heute gibt es weltweit so etwa 2 000 Sorten. Jetzt haben die saftigen, süßen und vielseitigen Früchte Hochsaison. An den Marktständen und in den Obstabteilungen wetteifern Pflaumen, Zwetschgen, Renekloden und Mirabellen um unsere Gunst. Sie schmecken von der Hand in den Mund, auf Kuchen, zum Dessert, als süßes Hauptgericht oder als fruchtige Zutat zu kräftigem Braten. Hobbyköche können sie zu Mus, Konfitüre, Chutney oder Kompott verarbeiten.

Im Alltag werden Pflaume und Zwetschgen häufig synonym verwendet, dabei sind sie zwar sehr eng miteinander verwandt, aber nicht identisch. Sie unterscheiden sich in Form, Größe, Geschmack, Färbung und durch ihre Verwertungseigenschaften. Die rundlich-ovalen Pflaumen werden meist etwas früher reif als die Zwetschgen. Sie haben eine ausgeprägtere Bauchnaht und lassen sich teilweise schlechter vom Stein lösen. Die länglich-ovalen Zwetschgen besitzen ein festeres Fruchtfleisch und sind leicht vom Stein zu lösen, deshalb werden sie besonders gern zum Backen und Einkochen verwendet. Zur schmackhaften Familie gehören auch Renekloden und Mirabellen sowie als entfernte Verwandte die japanische Pflaume, die besonders im Winterhalbjahr als Import aus Südafrika oder Chile in die Obstabteilungen der Supermärkte kommt. Renekloden haben die Form einer Kugel, eine gelbe Haut, die leicht rötlich schimmert. Das Fruchtfleisch ist grünlich, sehr aromatisch und süß. Die Mirabelle ist klein, gelb und kugelig. Ihr festes Fruchtfleisch ist zum Kochen sehr gut geeignet. Da es zahlreiche Kreuzungen und Mischsorten gibt, gelingt es oftmals nicht mal dem Fachmann, die Sorten zu unterscheiden. Warum auch? Sie schmecken alle! Pflaumen sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie bestehen zu 85 Prozent aus Wasser und haben mit nur etwa 50 Kilokalorien pro 100 Gramm einen niedrigen Energiegehalt.

Die kleinen Kraftpakete enthalten reichlich Vitamine, Mineralstoffe, das blutdruckregulierende Mineral Kalium sowie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, deren antioxidative Wirkung vor Krebs und Herzinfarkt schützt. Stoffwechsel, Nerven, Leistungskraft profitieren von den Früchten. Wohl fast jeder weiß, dass Pflaumen – besonders getrocknet oder als Saft – auch bei Verdauungsproblemen ideal sind. Das Steinobst mag unser gemäßigtes Klima. Rund 25 Sorten mit zum Teil recht ungewöhnlichen Namen wie „Lützelsachser“, „Stanley“ oder „President“ verwöhnen uns von Mitte Juli bis spät in den Herbst mit ihren grün-gelben, gelben, roten oder blauen Varianten. Wer die Saison verlängern will, kann sie gerne einfrieren. Sie halten sich gut ein Jahr, also genau so lange, wie die neue Ernte braucht, um heranzureifen. Pflaumen spielen für die heimische Landwirtschaft in Schleswig-Holstein allerdings nur eine Nebenrolle. Mit knapp 20 Hektar Anbaufläche gegenüber insgesamt etwa 650 Hektar Baumobstflächen gehört das Steinobst zu den kleineren Kulturen. Für viele Direktvermarkter – rund 30 Betriebe im Land – ist sie aber eine wichtige Frucht. Dazu kommt die leckere Ernte in den vielen Gärten ringsum. Auf die Pflaumen, fertig, los! Natürlich ist und bleibt der leckere Pflaumenkuchen, ofenfrisch und gekrönt mit einem Klacks Sahne, der sommerliche Hit. Mit unseren Rezepten schauen wir aber einfach mal in Nachbars Garten:

Pflaumen-Knödel im Speckmantel auf Rucola
Zutaten für 6 Portionen
1 Packung PFANNI Mini-Knödel
20 getrocknete Soft-Pflaumen
20 Scheiben Frühstücksspeck
1 TL Keimöl (z.B. MAZOLA)
200 g Rucola
2 - 3 EL Aceto Balsamico
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitung:
1. Mini-Knödel in kochendem Wasser bei mittlerer Hitze 7
Minuten garen, in ein Sieb abgießen. Jeweils 1 Knödel
und 1 Pflaume mit je 1 Speckscheibe umwickeln. Mit
einem Holzspießchen feststecken.
2. Knödel-Spießchen in einer Pfanne im heißen Keimöl
knusprig braten.
3. Rucola putzen, waschen und in mundgerechte Stücke
zupfen. Essig und Öl verrühren und mit Salz und Pfeffer
abschmecken.
4. Salat auf einer Platte anrichten. Spießchen darauf geben
und mit dem Dressing beträufeln.

Putenschmorbraten mit Pflaumen-Senf-Sauce
Zutaten für 4 Portionen
600 g Putenbrust am Stück
Salz, Pfeffer
1 EL Rapsöl
1 Beutel KNORR Fix für Schmorbraten
150 g Pflaumen
1 EL mittelscharfer Senf
50 g saure Sahne 10 % Fett
Zubereitungszeit:
1 Stunde und 40 Minuten

Zubereitung:
1. Das Fleisch rundherum mit Salz und Pfeffer würzen. Rapsöl in einem Bräter erhitzen
und das Fleisch darin von allen Seiten ca. 5 Minuten anbraten.
2. 1/2 l (500 ml) Wasser zugießen und aufkochen. Beutelinhalt Fix für Schmorbraten
einrühren und zugedeckt ca. 30 Minuten garen. Fleisch wenden und weitere 30
Minuten garen.
3. Pflaumen waschen, putzen, die Steine entfernen und das Fruchtfleisch in Spalten
schneiden. Pflaumenspalten für die letzten 3 Minuten zur Sauce geben und mitgaren.
4. Den Braten aus der Sauce heben und in dünne Scheiben schneiden. Senf und saure
Sahne in die Sauce rühren und zum Fleisch servieren.

Quarkknödel mit Pflaumenkompott
Zutaten für 4 Portionen
600 g Pflaumen
2 - 3 EL Zucker
1 Stückchen Zimtstange
1 Nelke
1 - 2 EL MONDAMIN Feine Speisestärke
1 EL Zitronensaft
evtl. 1 - 2 EL Rotwein, Zwetschgenwasser
oder Rum
250 g Magerquark, 1 Ei
50 g Zucker, Salz
1 TL Bourbon-Vanillezucker
abgeriebene unbehandelte Zitronenschale
80 g Rosinen
1/2 TL gemahlener Zimt
1 Packung PFANNI Gekochter Kloß-Teig
"der Feine" (10 Klöße)
2 EL gehackte Pistazien zum Bestreuen

 

Pflaumen-Knödel im Speckmantel auf Rucola
Putenschmorbraten mit Pflaumen-Senf-Sauce
Quarkknödel mit Pflaumenkompott

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