Gemüselust
Gleich vor unserer Haustür fängt es an: das schleswig-holsteinische Gemüseparadies. Besonders jetzt ist die allerbeste Zeit, die große bunte Auswahl an gesunden Spezialitäten zu genießen - am besten direkt vom Acker in die heimische Küche. Da wird die Jahreszeit zum Küchenchef! Frisch geerntet, schmeckt das frische Freilandgemüse aufregend aromatisch.
Schleswig-Holstein hat den grünen Daumen
Etwa 500 Betriebe bauen im nördlichsten Bundesland Gemüse an. Fast alles ist dabei: Wirsing-, Blumen- und Spitzkohl, Knollen- und Staudensellerie, Speise- und Bundzwiebeln, Spargel, Kürbis und Zucchini sowie zahlreiche Salatsorten. Auch der Unterglasanbau gewinnt immer mehr an Bedeutung: Tomaten, Paprika und Gurken gedeihen bei uns in großen Gewächshäusern hervorragend.
Viel dran, Gesundes drin
„Gemüse ist gesund“. Welches Kind hat bei dieser mütterlichen Ermahnung nicht mit den Augen gerollt und dabei an leckere Gummibären gedacht? Doch Mutter hatte eindeutig recht. Es steht nun mal fest, dass die Feldfrüchte ein Lieferant lebenswichtiger Vitamine und Mineralstoffe sind, die ebenso wie Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe viel zu unserem Wohlbefinden und zur gesunden Ernährung beitragen. Ideal wäre es, mehrmals am Tag Gemüse zu verputzen. Als knackiger Snack zwischendurch, als frischer Salatlunch mittags und abends als leckere Beilage (dazu zählen auch Pommes!). Da der Gehalt an Vitaminen & Co. bei den einzelnen Gemüsearten ganz unterschiedlich ist, sollte man kräftig mischen – rotes, grünes, gelbes, dunkles und helles Gemüse rauf auf den Speiseplan und bunt genießen.
Heimisch frisch und lecker
Wer direkt beim Bauern oder auf dem Wochenmarkt kauft ist immer gut dran. Doch auch die großen Discounter bedienen sich immer mehr der heimischen Ware und bieten Gutes aus der Umgebung an. Das erkennt man an der knackigen Konsistenz, dem Glanz und der frischen Farbe des Gemüses. Blätter und Blüten sollten elastisch sein, Wurzel- und Stängelgemüse fest und knackig. Schnittflächen sind ein weiterer guter Hinweis. Bei frischem Gemüse sind sie hell und feucht. Auch seiner eigenen Nase kann man unbesorgt trauen; frisches Gemüse erkennt man am appetitlichen Geruch. Zu Hause angekommen, ist die richtige Lagerung entscheidend. Bei kühlen Temperaturen bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Dennoch gibt es Ausnahmen. Tomaten sind kälteempfindlich und fühlen sich eher in einem luftigen Vorratsraum wohl, Salat dagegen liebt es kühl und feucht. In gelochte Folie oder in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, kann er so einige Tage aufbewahrt werden. Wichtig bei der Lagerung ist auch das Umfeld. Nicht alle Gemüsesorten pflegen gute nachbarschaftliche Beziehungen. Wie die Tomaten, die während der Lagerung das Reifungsgas Ethylen abgeben, auf das andere Gemüsesorten wie Blattsalate äußerst empfindlich schnell nachreifen und bereits nach kurzer Zeit welken. Deshalb: Tomaten gehören in Quarantäne…
Hier zwei Rezepte, die zeigen, wie lecker feines Gemüse mit verführerischen anderen Zutaten sein kann.
Bruschetta mit Tomate und Basilikum (4 Pers.)
400 g Strauchtomaten, 1 mittelgroße rote Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Basilikum, 50 g Ziegenparmesan, 8 Scheiben Weißbrot, Natives Olivenöl extra, Balsamico bianco, Zucker, Cayennepfeffer, Salz. Tomaten waschen, halbieren und den Strunk entfernen. Die Zwiebeln schälen und alles in feine Würfel schneiden. Basilikum fein schneiden und den Knoblauch mit etwas Salz ebenfalls fein hacken. Alles in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Salz, einer Prise Zucker, etwas Cayennepfeffer und einem Spritzer Balsamico abschmecken. In der Zwischenzeit das Brot im Ofen bei 200° C rösten. Die Bruschetta-Masse auf die Scheiben geben, den Parmesan frisch darüberhobeln und servieren.
Birnen, Bohnen und Speck mit Preiselbeeren (4 Pers.)
4 Tafelbirnen, 400 g Buschbohnen, 100 g Speck in Würfeln, 4 Scheiben Bacon, Bohnenkraut, 2 Zwiebeln, 100 g Preiselbeermarmelade, Butterschmalz, Safran, 1l naturtrüber Apfelsaft, Thymian, 4 Holzspieße, Zucker, Salz, Pfeffer. Birnen schälen und in Apfelsaft mit Safran und Thymian weichkochen. In der Zwischenzeit die Bohnen putzen, in Salzwasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken, um die Farbe zu erhalten. Die Birnen aus dem Fond nehmen, den Deckel abschneiden und mit einem Kugelausstecher aushöhlen, im Fond warm halten. In einer Pfanne den Speck in Butterschmalz auslassen, die Bohnen und die in Streifen geschnittenen Zwiebeln hinzugeben und mitgaren. Abschmecken mit Salz, einer Prise Zucker, Pfeffer aus der Mühle und Bohnenkraut. Einen Teil der Bohnen in die ausgehöhlten Birnen füllen. Birnen, Bohnen und Speck passen gut zu Koteletts vom Sattelschwein oder mit Bratkartoffeln für unsere Kleinen. Serviervorschlag: Den Bacon um die Holzspieße wickeln und die Teller mit Preiselbeermarmelade dekorieren.
Info und Bildnachweis www.gzsh.de
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