Die tolle Knolle!

Die tolle Knolle!

Unser Land hat kulinarisch wirklich eine Menge zu bieten: Milchprodukte, Gemüse und Obst aus den Gärten und von den Feldern vor Ort, Fisch aus Bächen, Seen und dem Meer sowie Fleisch aus garantiert bester Zucht. Hervorrangende Grundlage für die Gute und deftige Küche des Nordens. Doch was wären all dise Köstlichkeiten ohne die beliebteste „Sättigungsbeilage“ des Landes – DIE WUNDERBARE KARTOFFEL. Ohne sie geht einfach nix bei den Liebhabern heimischer Gerichte.

Wie gut, dass sie hier besonders hervorragend gedeiht – das Land ist ein wahres Paradies für Kartoffelliebhaber. Auch die große Sortenvielfalt (rund 25) der schleswig-holsteinischen Kartoffeln macht Appetit: Afra, Cilena, Belana, Primadonna, Leyla, Annabelle, Edelstein, Princess und ihre vielen Verwandten garantieren ordentlich Abwechslung auf dem Teller. Und dazu ist an ihr viel dran und drin – nur eines ist sie nicht: ein Dickmacher! Denn mit einem Wasseranteil von knapp 80 Prozent kann sie mit nur 68 kcal pro 100 Gramm prunken – Teigwaren bringen es da auf satte 380 kcal. Auch liegt ihr Fettanteil bei mageren 0,1 g/100 g. Dick macht sie also nur als triefende Pommes oder in Begleitung üppiger Soßen. Auch sonst ist sie mit hochwertigem pflanzlichen Eiweiß, wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen sowie den Vitaminen A, B1, B2 und C rundum gesund und ein Jungbrunnen für die Figur. Und da die tolle Knolle fast alles mit sich machen lässt, gibt es für jede Verwendungsart genau die Richtige. Das ist auch gut so, denn an ihr unterscheiden sich Geister und Geschmäcker.

Fest kochende Kartoffeln sind die Idealbesetzung für Salat, Salz-, Pell- und Bratkartoffeln, Gratin und Puffer. Mehligkochende Sorten haben den höchsten Stärkegehalt und werden bevorzugt für Püree, Klöße und Eintöpfe verwendet, aber auch als Pell- und Salzkartoffeln geliebt. Dazwischen gibt es die vorwiegend festkochenden Sorten, mit denen man nichts falsch machen kann – die passen einfach zu allem, auch zu Aufläufen und Suppen. Doch bei aller rustikalen Robustheit will das Kartöffelchen gut behandelt sein. Ganz jung mag es nicht gerne geschält werden, denn nur mit Pelle erhalten sich seine Vitamine und Mineralien am besten. Außerdem schmecken die frischen, kleinen Erdäpfel mit Meersalz gekocht einfach herrlich. Davor gibt es jedoch einiges zu beachten. Ganz und am Stück mögen sie es am liebsten. Knapp mit Wasser bedeckt und mit Deckel obenauf garantiert den Erhalt der wertvollen Vitamine und des feinen Geschmacks. Danach noch kurz ausdampfen lassen und auf den Teller damit.

Kleiner Tipp: Ofenkartoffeln platzen nicht auf und bekommen einen feinwürzigen Geschmack, wenn man sie zuvor mit Speck einreibt! Hier noch einige Rezepte: Das Multitalent Kartoffel ist wirklich vielseitig einsetzbar, aber ganz schlicht schmeckt es doch immer himmlisch – darum hier „Kartoffeln fast pur: Kartoffel gebacken (4 Pers.) 1 kg Kartoffeln mehlig kochend, Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Butter. Die Kartoffeln schälen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 200 grad ca. eine Stunde im Backofen backen. Wenn sie fertig gebacken sind, werden sie auf dem Teller mit einer Gabel ein wenig zerdrückt, dazu kommen etwas Butter, Salz, Pfeffer und Chiliflocken - mmmh! (Kochbar) Kräuterkartoffeln 500 g kleine Kartoffeln, 30 ml Olivenöl, 4 Knoblauchzehen, 3 Zweige Thymian, 3 Zweige Rosmarin, grobes Meersalz. Die Kartoffeln ca. 15 Minuten kochen. Den Knoblauch würfeln, mit dem Öl in eine Pfanne geben und anbraten. Die kleinen Kartoffeln in das heiße Fett geben und zusammen mit den Kräutern braten, bis sich die Schale an einigen Stellen braun färbt. Vor dem Servieren mit grob gemahlenem Meersalz bestreuen (Doris Langhans/gzsh) . Ultimative Bratkartoffeln (4 Pers.) 10–12 mittelgroße, feste Kartoffeln, 250 g Speck, 1 Zwiebel, Petersilie nach Bedarf Zubereitung: Feste Kartoffeln kochen und pellen. Wenn sie kalt sind, in feine Scheiben schneiden. In einer nicht klebenden Pfanne 2–3 Esslöffel Butterschmalz erhitzen. Kartoffeln in die Pfanne geben und auf relativ kleiner Hitze in Ruhe bräunen lassen. Nicht umrühren, sondern nur die Pfanne bewegen. Wenn die Bratkartoffeln anfangen, Farbe zu bekommen, salzen und pfeffern. Achtung, jetzt werden sie schneller braun! Besten fetten Speck (nicht zu fein geschnitten) und Zwiebeln dazugeben und kurz mit anbraten. Am Schluss gehackte Petersilie zu den Kartoffeln geben und noch einmal durchschwenken.

Mehr zur vielseitigen Knolle und weitere Rezepte sind unter www.gzsh.de zu finden. Info und Bildnachweis www.gzsh.de

Die tolle Knolle!
Kräuterkartoffeln
Ultimative Btatkartoffeln
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