Jetzt kann man gemütlich schlemmen – die traditionellen Wintergerichte sind auch einfach zu lecker. Kohlrouladen, Gemüsesuppen, Schmalzbrote, sie alle schmecken hervorragend. Doch sollte man beim ganzen Genießen auch ans Wohlbefinden denken, allzu viel Gutes macht faul und fett.
Die köstlich-deftige Küche Schleswig-Holsteins ist heißgeliebt und weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. So einzigartig wie das Land zwischen den Meeren, so außergewöhnlich sind auch die Rezepte. Ob Schwarzsauer, Meelbüdel oder Labskaus, für manch Auswärtigen klingt das schon recht exotisch. Doch zu Weihnachten muss er sich keine Gedanken machen; da greift der Ostholsteiner gerne zu Überliefertem und bringt Spiegelkarpfen oder Gans auf den festlich geschmückten Tisch.
ZWAR HAT SICH DIE MÄR, DAS SCHLEMMEN VON KRUSTENTIEREN UND MUSCHELN SEI NUR IN DEN MONATEN MIT „R“ BEKÖMMLICH, LÄNGST ÜBERHOLT, DENN HEUTE ERLAUBEN AUSGEFEILTESTE KÜHLMETHODEN DAS VERSPEISEN DER FEINEN MEERESFRÜCHTE DAS GANZE JAHR ÜBER – ABER MAL EHRLICH: EXAKT JETZT SCHMECKEN SIE EINFACH AM BESTEN – IN DEN „R“-MONATEN.
Am Kürbis scheiden sich die Geister. Für die einen ist er hmm-lecker, für die andern schlichtweg eine Zumutung. Gut, alleine gesehen hat er nicht viel zu bieten, außer jeder Menge Vitamine, Mineralien und Ballaststoffen. Deswegen kommt er hierzulande eben meist als schlichtes Süppchen daher. Das tut ihm weh. Denn durch den milden Eigengeschmack ist er idealer Begleiter feiner Speisen. Diese wollen wir Ihnen, liebe Leser, heute präsentieren. Die Besten der Besten, die Sterneköche der Lübecker Bucht, geben nur für Sie ausnahmsweise (!) ihre Kürbisrezepte preis.
Unser Land hat kulinarisch wirklich eine Menge zu bieten: Milchprodukte, Gemüse und Obst aus den Gärten und von den Feldern vor Ort, Fisch aus Bächen, Seen und dem Meer sowie Fleisch aus garantiert bester Zucht. Hervorrangende Grundlage für die Gute und deftige Küche des Nordens. Doch was wären all dise Köstlichkeiten ohne die beliebteste „Sättigungsbeilage“ des Landes – DIE WUNDERBARE KARTOFFEL. Ohne sie geht einfach nix bei den Liebhabern heimischer Gerichte.
Gleich vor unserer Haustür fängt es an: das schleswig-holsteinische Gemüseparadies. Besonders jetzt ist die allerbeste Zeit, die große bunte Auswahl an gesunden Spezialitäten zu genießen - am besten direkt vom Acker in die heimische Küche. Da wird die Jahreszeit zum Küchenchef! Frisch geerntet, schmeckt das frische Freilandgemüse aufregend aromatisch.
Sie erinnern uns an liebevolle Mütter und Großmütter und konservieren den Sommer. Marmeladen gehören auf den Frühstückstisch und sind eine vielseitige Zutat. Sie eignen sich für so manches Backrezept, verfeinern Eis oder einen Pfannkuchen. Mutige Köche verwenden die Brotaufstriche auch bei herzhaften Fleischgerichten, die süße Note kommt aus dem Marmeladenglas. Gehen die Früchte eine intensive Beziehung zu Paprika, Ingwer, Peperoni und Pfeffer ein, ist ein Chutney das freudig-feurige Ergebnis. Marmelade ist die Erfindung einer sparsamen schottischen Kaufmannsfrau.
Hochsaison für vier Schwestern: Pflaumen, Zwetschgen, Renekloden und Mirabellen - Schon im Altertum wuchsen Zwetschgen und Pflaumen als enge Verwandte in Asien. Die "Urpflaume" stand einst irgendwo zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer. Gegen 150 v.u.Z. begannen die Römer das köstliche Steinobst im Mittelmeerraum zu kultivieren. Heute gibt es weltweit so etwa 2 000 Sorten. Jetzt haben die saftigen, süßen und vielseitigen Früchte Hochsaison. An den Marktständen und in den Obstabteilungen wetteifern Pflaumen, Zwetschgen, Renekloden und Mirabellen um unsere Gunst.
Sie heißen Lollo bionda, Chicorée, Lollo rosso, Frisee-, Römer- oder Eisbergsalat – und haben trotz der Namensvielfalt eines gemeinsam: sie sind ganz einfach zum Reinbeißen und erobern besonders in den warmen Sommermonaten die Spitzenplätze auf den Speisekarten. Schließlich liegt uns schweres Essen an heißen Tagen einfach zu schwer im Magen und da kommen die leckeren Vitaminbomben mit wenig Kalorien gerade recht.
Geht es nach unseren Kindern, dann würden Pizza, Pasta, Fischstäbchen sowie Kartoffelsalat und Würstchen ganz weit oben auf den Speisekarten stehen – zu einseitig meinen Sie? Das stimmt aber nicht unbedingt, denn besonders die ersten beiden lassen sich unglaublich vielseitig anrichten. Bei einer Lasagne ist zwischen den geschichteten Nudelplatten jede Menge Platz für Gemüse und auch die Füllung von Ravioli kann mit Spinat, Ricotta und Kräutern punkten. Die dicken röhrenförmigen Canneloni lassen sich mit einer gesunden Füllung aufpeppen.